Studie belegt: Babylots*innen sind eine wichtige Hilfe für Familien

Die Ergebnisse der vom Deutschen Caritasverband beauftragten Studie belegen: Babylots*innen tragen spürbar dazu bei, dass junge Familien leichter ins Familienleben starten und sich besser auf die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus vorbereitet fühlen. Da die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie die familiäre Unterstützung deutlich reduziert haben, wurden Babylots*innen von den Müttern noch mehr gebraucht als vorher. Auch das Klinikpersonal bewertet den Einsatz von Babylots*innen als Entlastung.

Eva Maria Welskop-Deffaa, Vorständin Sozialpolitik des Deutschen Caritasverbandes, hob bei der Vorstellung der Studie den präventiven Charakter des Programmshervor: „Wenn man weiß, wie wichtig die ersten Tage nach der Geburt sind, um Fuß zu fassen, gerade wenn junge Eltern verunsichert oder belastet sind, wird klar, wie notwendig dieses Angebot ist.“

Ihr Fazit: „Babylots*innen haben sich bewährt – seit 15 Jahren und auch im Stresstest der Pandemie. Sie sind ein wichtiges Instrument der Prävention, der Gesundheits- und der Armutsprävention. Babylots*innen sind für die jungen Familien „einfach da“ – man muss sie nicht suchen, bestellen, beantragen. Sie gehen auf Mütter zu und öffnen ihnen die Tür in das System der Frühen Hilfen. Das ist Da-Seins-Vorsorge im allerbesten Wortsinn.“

Zugleich appelliert sie an die Gesundheitsminister*innen der Länder und den Bundesgesundheitsminister, das Angebot bundesweit zu etablieren und für eine nachhaltige Finanzierung zu sorgen.

Downloads:

Statement Eva M. Welskop-Deffaa

Studie zu Babylotsen in der Pandemie