Diagnose Diabetes

Wenn bei einem Kind Diabetes diagnostiziert wird, dann stellt sich für die gesamte Familie das Leben um. Ziel meiner Arbeit in der Diabetesnachsorge ist es daher, den Familien durch Schulungen und umfassende Informationen Sicherheit zu geben, um so schnell wieder zu einem „normalen“ Alltag zurückzufinden.

Oft kenne ich die Familien schon aus der Zeit im Krankenhaus. Dieses Mal war es allerdings etwas anders. Ich bin zu völlig Fremden nach Hause gefahren, nur ein kurzes Telefonat zwecks Terminabsprache ging dem voraus. Die Familie besteht aus der 3-jährigen Charlotte, ihrem 1,5-jährigen Bruder und den Eltern. Da beide Eltern voll berufstätig sind und beide Kinder ganztags im Kindergarten betreut werden, ist es wichtig, sicherzustellen, dass die Erzieherinnen gut geschult sind und Charlotte mit ihrer Insulinpumpe versorgen können. In diesem Fall hatten die Erzieherinnen schon Vorerfahrung, so dass keine weitere Schulung erfolgen musste. Meine Hauptaufgabe in diesem Fall war es, den Eltern die Angst zu nehmen. Anfangs waren sie noch sehr aufgeregt, haben viele Fragen gestellt
und viel durcheinander geredet. Diese allgemeine Unruhe hat sich natürlich auch auf die beiden Kinderübertragen.

Mittlerweile ist der Alltag eingetreten und alle sind ruhiger und ausgeglichener: die Eltern, die Kinder und auch der Blutzuckerspiegel. So konnte ich mit einem guten Gefühl die Nachsorge beenden und die Hauptverantwortung an die Eltern übergeben. Selbstverständlich werden sie bei Bedarf weiterhin durch die Diabetesambulanz unterstützt.

Birgit Stamm – Diabetesberaterin