Bis das Leben gelingt

Peer und Sandra haben ein Frühchen. Sie haben sich sehr auf ihr erstes Kind gefreut, haben sich auf eine normale Geburt eingestellt, ein paar Tage in der Klinik, dann die Heimfahrt in der Ausgehgarnitur und endlich eine richtige Familie.

Dann kamen die Blutungen, Sandra musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Es ging alles ganz schnell, eine kurze Untersuchung durch den Gynäkologen, ein Ultraschall, Wehenschreiber und dann in den OP. Es bestand große Gefahr für das Kind, es musste sofort ein Kaiserschnitt gemacht werden. 12 Wochen zu früh waren Peer und Sandra plötzlich Eltern, hatten ein Kind, welches mit 900 Gramm auf der Intensivstation beatmet werden musste, tagelang um sein Leben kämpfte.

Drei Monate später durfte Lasse nach Hause. Er war immer noch klein, gerade mal 2000 Gramm brachte er am Entlassungstag auf die Waage, Herz und Atmung sollten auch zu Hause noch mit einem Monitor überwacht werden. Die Ausgehgarnitur war ihm viel zu groß. Sandra und Peer waren dennoch überglücklich, ihr Kind endlich zu Hause zu haben. Sie hatten aber auch große Angst. War er wirklich gesund? Würde er sich normal entwickeln? Würden sie richtig auf die Monitoralarme reagieren?

Ihre Nachsorgeschwester hat die kleine Familie bereits auf der Intensivstation kennen gelernt. Sabina kennt Lasse noch aus seinen ersten Lebenstagen, hat ihm bei seinem Überlebenskampf geholfen, den Eltern immer wieder Mut gemacht. Nun besucht sie die drei auch nach der Entlassung einige Male zu Hause, bespricht mit ihnen die Fragen und Sorgen, die sich erst aus dem alltäglichen Leben in den eigenen vier Wänden, ohne die Sicherheit einer Intensivstation ergeben. Und auch in den nächsten Wochen und Monaten haben sie in Sabina eine kompetente Ansprechpartnerin, die sie anrufen können, wenn sich neue Probleme mit Lasse ergeben sollten. So findet die Familie nach einer langen und harten Zeit langsam in ihr Leben zurück.

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